Wormeln

Zeit nach der Aufhebung

Bild 13: Treppenhaus im Konventsgebäude, Zustand 2006
Bild 14: Westteil des Kreuzgangs, Gewölbe eingestürzt, Zustand 2006

1803

Preussen verstaatlichte im ehem. Fürstbistum Paderborn zunächst nur die Männerklöster. Die Nonnenklöster - auch Wormeln - blieben noch weiterhin bestehen, wurden aber mit hohen Steuern belastet.

 

1810

Von der Säkularisation zunächst verschont wurde das Kloster am 16.9.1810 von der Regierung des Königreichs Westphalen in Kassel aufgehoben. Die Nonnen erhielten jeweils Pension und unbefristetes Wohnrecht. Klostergebäude (ausgenommen Kirche und Friedhof) und Land von 1000 Morgen wurden als "Landwirtschaftliches Gut" gegen Höchstgebot an Oberkammerrat v. Heppe und seine Schwägerin verkauft. Es folgen mehrfache Besitzerwechsel bis 1886.

 

1887

Der nördliche Klosterflügel wurde abgebrochen, und die restlichen Gebäude wurden als Wohn-Lager- und Wirtschaftsräume genutzt.

 

1958

Das Hauptgemälde des Hochaltars in der Klosterkirche wurde durch einen Brand zerstört. 1982 wurde das Bild nach alter Vorlage neu gemalt.

 

1990

Im Rahmen eines Dorferneuerungsprojektes wurde der Eingangsbereichs zum Kloster erneuert. Die Klostergebäude befinden sich im Privatbesitz. Der begonnene Ausbau zum Seniorenheim wurde eingestellt.

 

2007

Die Gebäude wurden unter einem neuen Eigentümer restauriert; sie können seit 2011 als „Kolumbarium“ für Urnenbestattungen in der Trägerschaft der Stadt Warburg genutzt werden.

Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 21.01.2016