Welver

Visitation :: Geistliche Betreuung

Nach der Organisation der Zisterzienser (Charta caritatis) oblag die geistliche Betreuung eines Frauenklosters dem Abt eines nahegelegenen Mönchsklosters. Zu den Aufgaben des Vaterabts gehörten nach den Beschlüssen des Generalkapitels z.B. die jährliche Visitation, die Leitung der Äbtissinnenwahl, die Bestellung der Beichtväter und die Kontrolle der Wirtschaftsführung.

 

Das Kloster führt im Kamper Stammbaum

unter St.  I die Bezeichnung: Welueren prope Susatiam 1238

unter St. II die Bezeichnung: B. Mariae in Welveren prope Susatum 1238

 

Das Kloster wurde bei der Aufnahme in den Orden (1245) der Vaterabtei Kamp unterstellt. Der Vermerk in den Statuten des Generalkapitels "sit filia de Campo" dürfte die Mitgliedschaft des Klosters im Orden ausreichend belegen. Die geistliche Betreuung durch den Kamper Abt ist mehrfach belegt (s. Vogeler S. 34 a.a.O.). Die Verbindung zum Kloster Kamp riß kurzzeitig ab, als Kamp im Truchsessischen Krieg zerstört war. Der Beichtvater Barthold Versen kam aus dem Kloster Hardehausen, er erhielt 1616 die vakante katholische Pfarrstelle in Welver mit Zustimmung des Abts von Hardehausen (Quelle: Gravamina Lit. P.2 a.a.O.). Der Nachfolger Peter Bernard stammte wieder aus der Abtei Kamp (Quelle: Gravamina Lit.R.2 a.a.O.), ebenso der Mönch Huiskenius (Adolf Huisken).



Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 06.09.2018