Welver

Zeit bis zur Aufhebung

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Bild 4: Neue Klosterkirche, Innenansicht
1240 - 42
Die Gründungsurkunde des Klosters Welver von 1240 (Quelle: WUB VII, 505 a.a.O.) entspricht inhaltlich der Gründungsbestätigung des Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden aus dem Jahre 1242.
Der Vogt Walther von Soest und seine Frau Sophia, die aus einem vornehmen Geschlecht stammte, verkauften ihre Güter zu Welver, Klotingen und Scheidingen mit Zustimmung der Erben zum eigenen Seelenheil und dem ihrer Vorfahren der Äbtissin und dem Konvent in Lippramsdorf und schenkten außerdem ihre Eigenkirche zu Welver mit allen Personen und zugehörigen Gütern dem Kloster Lippramsdorf, das entschlossen war, eine Klostergemeinschaft der Zisterzienserinnen von neuem in Welver zu gründen. Der Erzbischof stellte die Neugründung unter seinen Schutz und erlaubte ihr, einen Teil des Kirchhofes als Bauland zur Errichtung neuer Klostergebäude und Erweiterung der Kirche zu nutzen (Quelle: WUB VII, 534 und 537 a.a.O.).
Der Kölner Erzbischof Heinrich von Virneburg bestätigte 1326 erneut (bzw. der Kamper Abt nochmals 1369) das Patronatsrecht der Äbtissin für die Pfarrei Welver.

1244 – 45
Auf die Bitte des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden um Aufnahme des Klosters in den Orden beauftragte 1244 das Generalkapitel die Äbte von Marienfeld und Bredelar, das Kloster Welver nach zufriedenstellender Ortsbesichtigung in den Orden aufzunehmen und dem Kloster Kamp zu unterstellen. Vermutlich waren die Voraussetzungen für eine Inkorporation (insbesondere Einhaltung der Klausurvorschriften) noch nicht erfüllt, da nochmals eine Visitation im Jahr 1245 erfolgte (Quelle: Hock, S. 309 a.a.O. unter Bezug auf Canivez, Statuta, Bd. 2: 1244 n. 48: „et sit filia de Campo“ ; Germania Sacra, 3.Folge 6, Bredelar, S. 61 a.a.O.).
Die Konvente in Welver und Coesfeld wurden zunächst von der Äbtissin Mechthildis gemeinschaftlich geleitet. Die nachfolgenden Äbtissinnen in Welver waren Helika (Schwester des Vogts Walther) sowie Ascela und Aleydis.

1251 - 67
Der päpstliche Legat Hugo von Lüttich inkorporierte 1251 die Pfarrkirche dem Kloster unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Erzbischofs. Gleichzeitig erlaubte der Legat den Nonnen, einen eigenen Chor (vermutlich Nonnenempore) einzurichten (Quelle: WUB VII, 757 a.a.O.). Die rege Bautätigkeit seit 1245 (Errichtung neuer Klostergebäude und Erweiterung der Kirche) wurde durch Spendengelder aus mehreren Ablässen in den Jahren 1251 bis 1257 finanziert. Die Einweihung des Chores im Jahre 1254 durch den Weihbischof Dietrich von Wierland war mit der Amtseinführung einer neuen Äbtissin (vermutlich Ascela) verbunden, außerdem legten einige Nonnen das Ordensgelübde ab (Quelle: WUB VII, 835 a.a.O.: "cum nos in Welvere altare dedicaverimus, abbatissam benedixerimus et sanctimoniales velaverimus").
Nach dem Tode des Walther von Soest kam es zum Streit zwischen dem Kloster und Hermann von Blumenstein (Großneffe des Walther von Soest), der Ansprüche auf die Güter stellte, die der Onkel seiner Mutter dem Kloster vormals verkaufte. Auf Vermittlung Kölner Ministerialen und Soester Ratsherren schloß das Kloster unter der Äbtissin Ascela einen Vergleich mit Blumenstein, der 1253 auf seine Ansprüche verzichtete (Quelle: WUB VII, 812 a.a.O.).
In der Amtszeit der Äbtissin Aleydis (etwa zwischen 1261-82) begann man 1261 damit, die bisher hölzernen Gebäude des Klosters durch Steingebäude zu ersetzten (Quelle: WUB 7, 474a a.a.O.: "monasterium istud ligneum reaedificatum est lapideum sub tertia abbatissa nomine Aleydis"). Der Umbau des Klosters bzw. der Kirche zu Welver war 1267 abgeschlossen, da der Vizepropst G[ottfried] und Thesaurar zu Soest die Änderungen bestätigte (Quelle: LA-NRW Urkunden Nr. 56).
Zwischen den westfälischen Frauenklöstern bestanden durchaus Beziehungen, da die Äbtissinnen von Welver, Benninghausen, Himmelpforten, Fröndenberg und Wormeln 1259 versprachen, alle Wohltäter, die zum Bau der Klosterkirche in Holthausen beitrügen, in ihre Gebetsgemeinschaft aufzunehmen (Quelle: Hock, S. 461 a.a.O.).

1280
Die Zahl der Klosterbewohner in Welver war auf 50 Monialen festgelegt (Quelle: Kamper Chronik, S. 301 a.a.O.). In dieser Zahl waren nicht nur die Professnonnen, sondern auch die männlichen und weiblichen Konversen (siehe Benninghausen: "conversi und conversae") enthalten. Welver zählte von den 14 Frauenklöstern, die unter der Aufsicht der Abtei Kamp standen, zu den größten Klöstern.
Nur wenige Nonnen sind bis 1340 namentlich bekannt (Quelle: WUB VII Nrn. 1347, 1629, 1701, 2277, 2327 a.a.O.). Die Namen lassen erkennen, dass das Kloster für Töchter aus ministerialen Familien im Dienst der Grafen von der Mark, von Arnsberg, des Erzbischofs oder aus dem städtischen Patriziat von Soest, Werl oder Dortmund bestimmt war. Die Aufnahme der Nonnen in das Kloster setzte eine finanzielle Ausstattung voraus, die meist aus Ländereien bzw. Renten bestand und durch die ein Versorgungsanspruch erworben wurde: Gottfried von Hövel schenkte 1277 bei der Aufnahme seiner Tochter Odilia in den Konvent eine Fruchtrente aus Gütern in Süddinker. Thymo von Honrode übertrug 1279 dem Kloster verschiedene Güter (Mühle zu Berwicke, eine Wiese Sudbrock, ein Kotten zu Recklingsen) für die Aufnahme seiner Schwester Kunigunde in den Konvent. Es wurde Adelheid (Tochter eines Ehepaares Bernhard und Herburga N.N. aus Dortmund) als Nonne in Welver erwähnt. Ritter Dietrich von Eickenscheidt (Heckenscheidt) überließ dem Kloster 1293 Land bei der Korte-Mühle als Präbende für seine Tochter Gisela. Der Soester Bürger Johann von Büren schenkte dem Kloster für seine dort lebende Tochter Gertrud eine Naturalienrente (Korn- und Nutztiere). Goswin von Merklingsen übertrug 1340 dem Kloster Güter zu Merklingsen als Präbende für seine Nichte.

1295
Der letzte Klostervogt, Edelherr Gottfrid von Rüdenberg, verzichtete 1295 auf die Vogteirechte über das Kloster Welver und die zugehörigen Besitzungen (Quelle: Seibertz I, Nr. 457 a.a.O.).

1240 - 1400
Wirtschaftsbetrieb
Das Kloster war ein florierendes und auf Selbstversorgung ausgerichtetes Unternehmen mit Einnahmen aus großem Grundbesitz, Mühlen, Fischereirechten, Memorienstiftungen, Korn- bzw. Geldrenten. Zum Teil standen die Güterübertragungen mit der Versorgung der ins Kloster eintretenden adeligen Frauen im Zusammenhang. Der Grundbesitz lag hauptsächlich im Gebiet südlich der Lippe zwischen Hamm, Unna, Werl und Soest. Dem Kloster und seinen Hörigen oblag dabei auch die Aufgabe, das waldreiche Umland (z.B. das Rodungsland Distelhoven) zu kultivieren. Streubesitz gab es z.B. auch im östlichen Teil der Stadt Dortmund (Körne, Wambel). Die Äbtissin konnte als Grundherrin über ihre hörigen Dienstleute (Leibeigene) frei verfügen und Hörige verpfänden oder gegen andere vertauschen.
Förderer
Zum Personenkreis der Förderer des Klosters im 13.-14.Jh. gehörten die Grafen von Arnsberg, die Grafen von Mark bzw. die Grafen von der Lippe oder Adelige aus dem Umfeld des Kölner Erzbischofs. Es waren insbesondere die Vasallen bzw. die märkischen Burgmänner dieser Grafenhäuser, die auf ihre Lehngüter zugunsten des Klosters verzichteten. Nach den Urkunden waren es die Adelsgeschlechter von Lüdinghausen, von Leithe, von Strünckede, von Ahlen, ferner die Edelherren von Neheim und Hüsten, von Schwarzen aus Arnsberg, von Rüdenberg, von Honrode, von Hövel, Vollensplit, von Plettenberg, Dulberg, Eickenscheid, von Ardey sowie außerdem die in Klosternähe in den Kirchspielen Welver und Dinker lebenden adeligen Familien von Galen, von Clot, von Rump, von Bönen, von Holte, von Meyerich, von Meiningsen, von der Heyde gen. Lappe, von Nehlen, von Uffeln oder Pentling sowie Patrizier der Städte Werl, Soest, Hamm und Dortmund.
Geistliche Institutionen (z.B. die Konvente der Klöster Himmelpforten, Cappenberg oder Rumbeck) beteiligten sich im 13.Jh. ebenfalls an der Förderung des Klosters Welver mit Liegenschaften, die dem Kloster Welver verkauft wurden. Der Kämmerer Godfried (von Bachem) des Erzbischofs schenkte 1252 dem Kloster die Kottemühle im Kirchspiel Dinker, die er bisher als Lehen besaß.
Im weiten Sinne gehörten zur Klosterfamilie auch solche Familien, die dem Kloster ihr Eigentum gegen eine lebenslängliche Versorgung übertrugen oder vom Kloster als Gegenleistung für frühere Dienste versorgt wurden (Beispiele für sog. Provenare: Jaspar Pentling zu Mundloh gab 1524 dem Kloster Welver 100 Gulden zum Bau eines Wohnhauses, in welchem er und seine Frau aber lebenslang wohnen wollten. Anna Loppe verzichtete 1562 für eine lebenslängliche Versorgung im Kloster Welver auf ihre Güter.
Privatvermögen der Nonnen
Papst Honorius IV. erlaubte 1286 den Konventualinnen trotz ihres geistlichen Standes, ihre weltlichen Verwandten zu beerben; der Kamper Abt bestätigte 1383 den Nonnen dieses Privileg nochmals (Quelle: Seibertz II, Nr. 866 a.a.O.).
Die Mitglieder des Konvents verfügten über privaten Land- und Kapitalbesitz, den sie als "Mitgift" beim Klostereintritt von ihren Eltern erhielten und der meistens in die Hand des Klosters kam. Die Regesten zwischen 1300 bis 1600 belegen die Kreditgeschäfte des Klosters bzw. einzelner Nonnen (Quelle: Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ Kloster Welver), ohne dass im Einzelfall die Kreditsumme genannt wird, die der Rentenverkäufer erhielt. Die Äbtissin Lutgardis und der Konvent bezeugten 1338, daß sie ihren Mitschwestern Gerbergis und Lucia auf Lebenszeit aus einem Hause zu Illingen eine Rente schuldeten. Das Kloster bestätigte 1358, daß die Priorin Guda von Plettenberg aus ihrem Vermögen dem Kloster Renten schenkte. Das Kloster Welver verkaufte 1401 an zwei Mischwestern eine Rente aus einem Hause oberhalb Hundesdiek. Gerd Walrave von Dinker verkaufte 1428 seinen Kotten zu Norddinker an Regele von Neheim (Nonne zu Welver). Eine Nonne Engele N.N. zu Welver verkaufte 1439 ihrer Mitschwester Grete und dem Konvent die Nyppes-Hufe zu Kirchdinker. Jaspar Pentling verkaufte 1489 seiner Schwester Rixe, Nonne zu Welver, Land vor Büderich im Amt Werl. Cort Krackerügge zu Geist schloss 1525 einen Erbvertrag mit Anna Rump (Nonne zu Welver). Johann Friesendorp zu Opherdicke verkaufte 1570 seiner Schwester (Welver'sche Klosterjungfrau Margaretha) eine Rente aus dem Poetmansgut bei Unna. Der Bürger Thonis Plange zu Soest verkaufte 1608 der Ursula Schoeler (Nonne zu Welver) eine Rente aus seinem Land am Lendringhauser Wege.
Verwaltung
Die Verwaltung des umfangreichen Grundbesitzes und die Regelung der weltlichen Angelegenheiten lag in Händen eines Propstes (teils wurde die Person auch als Kämmerer und seine Stelle als Kämmerei bezeichnet). Zwischen 1303 - 21 wurden häufiger die Kämmerer Volmarus und Berthold genannt. Volmarus schenkte dem Kloster seine Güter und erhielt 1308 eine jährliche Rente aus der Nieder-Mühle, weil er zu deren Ankauf dem Kloster das Geld gab. Propst Berthold kaufte 1319/21 verschiedene Gehöfte zu Hundesdiek bzw. Klotingen; er wurde 1341 als Expropst und geistlicher Rektor (Pfarrer) der Kirche zu Altena bezeugt. Sogar eine Kämmersche wurde 1388 erwähnt, als ihr das Kloster Land "auf dem Hagen" verkaufte. Vermutlich ließ die Äbtissin sich 1442 juristisch vertreten, als sie Everhard de Foro und Hermann von Menden zu ihren Bevollmächtigten ernannte (Quelle: LA-NRW).
Fehden und Streitereien
Das Kloster mußte sich im 13.-14 Jh. häufig gegen Besitzansprüche, die die Nachkommen früherer Stifter auf geschenkte Klostergüter geltend machten, oder gegen andere gewaltsame Eingriffe in das Eigentum des Klosters (z.B. Viehdiebstahl) zur Wehr setzen. Der Vizepropst von Soest forderte 1264 mehrere Ritter (Gotfried von Hövel und die Geschwister Clot) auf, säumige Schuldner des Kloster zur Zahlung ihrer Abgaben anzuhalten (Quelle: WUB, VII, Nr. 1167 a.a.O.). Der Kölner Erzbischof Wigbold von Holte wies 1301 den Scholaster der Stiftskirche und den Propst der Walburgiskirche zu Soest an, alle unrechtmäßigen Eingriffe in Besitzrechte des Klosters mit Exkommunikation zu bestrafen. Infolge einer Fehde wurde der Klosterfriedhof 1313 entweiht, so dass der Erzbischof Heinrich II. von Virneburg (1304 – 32) den Nonnen die Weiterbenutzung gestatten mußte (Quelle: Seibertz III, Nrn. 492, 552 a.a.O.). Streitereien wurden teils durch gütliche Einigung und Verzichtserklärungen zugunsten des Klosters beendet, teils mußten die Klostergegner aber Urfehde schwören, die Güter des Klosters und deren Bewohner nicht mehr anzutasten.
Altäre
Im Verlauf der frühen Klosterentwicklung wurden mehrere Priesterstellen fundiert: Propst Bertold, Äbtissin Walburg und der Konvent von Welver bezeugten 1319, daß Johann Langhals zu Hamm 1319 mit 50 Mark die Stelle eines Kaplans am Johannisaltar dotierte. Theoderich von Meyerich stiftete 1327 einen Altar im Kloster Welver. Der Ritter Arndt von Boenen gab 1374 dem Hochaltar zu Welver eine Rente aus dem Schlotmannsgut im Kirchspiel Dinker. Friedrich, Erzbischof von Köln, gestattet 1381 dem Kloster Welver den Neubau zweier Altäre.

1400 - 44
Das Kloster hatte den Höhepunkt seines wirtschaftlichen Wachstums erreicht, da die Schenkungen und Erwerb von Grundbesitz nach den Urkunden bzw. Regesten ab 1400 deutlich zurückgingen.

1444
In der Zeit der “Soester Fehde” (1444-49) geriet das Kloster in wirtschaftliche Bedrängnisse, als Söldnertruppen des Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers (1414 – 63) zahlreiche Ortschaften in der Soester Börde einnahmen bzw. verwüsteten und schließlich Soest belagerten.
Der Kamper Abt Heinrich von Ray legte 1473 Anteile einer Ordenssteuer (insgesamt 6000 Dukaten „zur Verteidigung der Rechte und Privilegien der Römischen Curie“) auf die ihm unterstehenden Klöster um. Die Steuer betrug je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit der 14 Kamper Frauenklöster zwischen 1 und 4 rheinische Golddukaten. Welver zählte in dieser Zeit zu den weniger bemittelten Klöstern, da es zur Zahlung von nur einem Dukaten veranschlagt wurde (Quelle: Binterim u. Mooren, Nr. 436 a.a.O.). 


1450
Das regelmäßige Chorgebet, die meditativen Betrachtungen und Fürbitten für das Seelenheil der Stifter zahlreicher Memorien waren zwar wesentlicher Inhalt des kontemplativen Klosterlebens, jedoch wurden Lebensweisen und Privilegien der Nonnen (Besitz von Privateigentum, Privatgeschäfte, Annahme von Erbschaften, Kontakte mit der Außenwelt, fehlendes Gemeinschaftsleben, Dienstboten, modische Bekleidung, Reisefreiheiten), die zuvor geduldet oder sogar erlaubt waren und zur legitimen Entfaltung des Klosters gehörten, als Niedergang der Klosterdisziplin empfunden und galten nunmehr nach außen als Verweltlichung bzw. als Regelverstöße. Durch die Klosterreformen des 15.Jahrhunderts, die Teil einer generell geforderten Kirchenreform nach dem Ende des abendländischen Schismas (Konzil von Konstanz (1414 – 18) bzw. Basel (1431 – 49) waren, sollte Abhilfe geschaffen und die Klöster zur Einhaltung einer strengen Observanz gebracht werden.

1482 - 93
In Welver gab es vermutlich schon längere Zeit Widerstände gegen Reformen, da sich die Nonnen durch Visitationen und Ermahnungen nicht von ihrer privilegierten Lebensweise abbringen ließen (Vogeler, S. 37 a.a.O., bezeichnete dies als "Ausschweifungen").
Das Generalkapitel hatte die Äbte von Marienfeld und Kamp bereits 1466 (und abermals 1487) beauftragt, alle Frauenklöster in ihren Aufsichtsbereichen zu reformieren (Quelle: Germania sacra, Abtei Marienfeld, S. 121 a.a.O.). Die Reformaktivitäten des Kamper Abts Heinrich IV von Ray (1452 - 83) ergaben, dass es in den traditionellen Frauenklöstern (vgl. Eppinghoven, Saarn, Fürstenberg, Sterkrade, Benninghausen) seit Mitte des 15.Jahrhunderts Widerstände gegen Reformen gab, die auf den vorausgegangenen Konzilen in der Absicht beschlossen worden waren, die Nonnen wieder zu einer strengen Observanz zu verpflichten und Privateigentum der Nonnen abzuschaffen. Der Abt stellte 1482 fest, die Disziplin im Kloster Welver wäre völlig zusammengebrochen, die Ordensgelübde würden missachtet und die Regeln wären in Vergessenheit geraten (Quelle: M.Dicks, S. 406, Fußnote 14 a.a.O.: „disciplinae vigor penitus ibi collapsus est, solemnia vota ordinis substancialia in comtemptum ducuntur, sancte observancia regule prorsus traditur oblivioni“). Bei dieser pauschalen und subjektiven Beurteilung dürfte es sich auch nur um bereits bekannte Vorwürfe handeln (s.o. unter 1450). Vermutlich benutzte der Abt eine Vakanz der Äbtissinnenstelle (Alverde von Plettenberg wurde erstmals 1483 als Äbtissin erwähnt) zur Reform von 1482, die jedoch nicht den erwünschten Erfolg brachte.

1493
Nach dem Bericht des Chronisten wurde die Klosterreform 1493 am Fest der Hl.Gertrud (17.3.) auf Veranlassung es Kölner Erzbischofs Hermann von Hessen (1480 – 1508) gegen den erheblichen Widerstand vieler Nonnen, die die angestrebte Observanz ablehnten, durchgeführt. Die Mehrheit dieser Nonnen verließ das Kloster, um einer Ausweisung zuvorzukommen (Quelle: Chronik der Abtei Camp, AHVN 20 a.a.O., S.346/47: "Anno domini. facta fuit reformatio et inclusio monialium in monasterio Welueren. sollicitante ad hoc et adiuvante reverendissimo domino Hermano Coloniensi archiepiscopo. Et fuit magna difficultas et resistencia monialium abhorrentium reformationem. unde et maior pars ipsarum protunc exivit. Et fuerunt ibidem reformatrices nova abbatissa et aliae moniales de monasterio Benynchusen").

Welver erhielt eine neue Äbtissin aus Benninghausen (Lutmodis von Wreden, die zuvor das Amt der Kellnerin in Benninghausen ausübte) sowie reformwillige Nonnen aus den Zisterzienserinnenklöstern Benninghausen und Himmelpforten, die für ein strenges monastisches Leben nach den Ordensregeln sorgen sollten. Der Austausch der Äbtissinnen und die Eingliederung fremder Nonnen in den Konvent von Welver waren – wie auch Reformen anderer Klöster zeigten - ein probates Druckmittel, die Widerstände in Welver gegen eine Verschärfung der Observanz zu brechen. Es wurde nicht überliefert, ob die Nonnen, die das Kloster verließen, später zurückkehrten und sich der Reform unterwarfen. die ursprüngliche asketische Lebensweise dürfte jedoch nicht wieder erreicht worden sein. Elseke von Erwitte folgte von 1498-1504 als neue Äbtissin.

1531 - 55
Die Stadt Soest führte 1531 in der Stadt (ausgenommen St.Patrocli) und in den zugehörigen Dörfern der Börde die lutherische Reformation ein. Der Magistrat setzte dabei das Kloster Welver erheblich unter Druck und verlangte nach der Soester Kirchenordnung von 1533 die Einstellung des katholischen Gottesdienstes, die Besetzung der Pfarrstelle in Welver mit einem protestantischen Prediger und dessen Bezahlung aus den Klostereinkünften. Der Magistrat ließ die klösterlichen Besitzurkunden, Siegel sowie die Kleinodien (Kelche, Monstranzen) beschlagnahmen und sogar die Glocken der Klosterkirche Welver zu Kanonen einschmelzen. Das Kloster hatte weitere finanzielle Einbußen, weil den Bürgern verboten war, Ländereien aus dem Klosterbesitz zu pachten.
Da Herzog Wilhelm von Kleve/Mark 1543 dem Kaiser Karl V. im Machtkampf um das Herzogtum Geldern unterlag und in seinem Territorium die Einführung der protestantischen Religion rückgängig machen mußte, wurde 1548 in Soest für mehrere Jahre wieder der katholische Ritus eingeführt und dem Kloster die „Kleinodien“ zurückgegeben.
Kloster und Pfarrei Welver sowie ein Teil der Bewohner behielten den katholischen Status dank des Widerstandes der Äbtissinnen Gertrud von Hoyte (1522-42) und Margaretha von Fürstenberg (1542–59) gegen die Einführung der Reformation; vermutlich wurden sie dabei von ihren adeligen Familien unterstützt, die an der Erhaltung des Klostervermögens zur Versogung der Nonnen ein Interesse hatten. Das Kloster konnte aufgrund der Soester Kirchenordnung von 1533 ohne Zustimmung der Nonnen nicht aufgehoben und die Güter eingezogen werden. Dem Kloster war es weiterhin erlaubt, Novizinnen aufzunehmen.
Bis zum Augsburger Religionsfrieden(1555) hatten mehrere Versuche der Stadt Soest keinen Erfolg, in Welver einen protestantischen Prediger dauerhaft zu etablieren.

1565
Im Jahre 1565 führte der Magistrat von Soest gewaltsam ein Simultaneum in der Pfarrkirche von Welver ein, die nunmehr auch der weitgehend protestantisch gewordenen Bevölkerung bis 1623 zur Verfügung stand. Das Kloster mußte neben dem katholischen Pastor einen lutherischen Vikar (Vizecurator) für die kirchliche Betreuung der Protestanten des ganzen Kirchspiels einstellen und versorgen. Für die Besetzung dieser Vikarstelle behielt die Äbtissin das Kollationsrecht bis 1712. Den Nonnen wurde nur die Nutzung der Kirchenempore zugestanden, während das untere Langhaus der protestantischen Gemeinde vorbehalten war.

1583 -1648
Der wirtschaftliche Niedergang des Klosters in diesen Jahrzehnten war eine Folge der unsicheren Zeiten des Truchsessischen Krieges (1583-88) und der spanisch-niederländischen Auseinsandersetzungen auf westfälischem Gebiet sowie insbesondere des 30-jährigen Krieges. Der protestantisch gewordene Kölner Kurfürst Truchsess Gebhard von Waldburg steuerte zeitweilig von Werl aus seine militärischen Aktionen, die mit Gewalttaten (z.B. Bildersturm in Werl 1583) und Plünderungen in Westfalen verbunden waren. Bezeichnend für die wirtschaftlichen Probleme des Klosters waren die zahlreichen Rentenverkäufe zwischen 1607 bis 1611 (und noch in den folgenden Jahrzehnten), durch die sich das Kloster wegen der rückläufigen Einnahmen die notwendigen Geldmittel beschaffen mußte.
Aufgrund der politischen Verhältnisse hatte Soest zwischen 1616 und 1625 eine spanische Garnison mit einer kurzen Unterbrechung 1622, als Herzog Christian von Braunschweig die Stadt Soest besetzte. Soest war der Ausgangspunkt der Raubzüge der hier ab 1625 stationierten Söldner der Generalstaaten. Die Bevölkerung der Börde mußte die Hauptlasten zur Versorgung der Söldnerheere aller Kriegsparteien tragen und Erpressungen und Plünderungen erdulden. Das Kloster war davon nach 1625 so stark betroffen, das es Fremdkapital aufnehmen und Liegenschaften verpfänden mußte. Die Äbtissin Anna von Schilling bat 1628 um die Rückerstattung geleisteter Abgaben, weil sie die Unterhaltung des Klosters sonst nicht hätte sicherstellen können.
Die Klosterkirche in Welver war in den Jahren 1623-25, als spanische Truppen sich in der Börde aufhielten, den Katholiken wieder allein überlassen; der von der Äbtissin selbst berufene evangelische Prediger Johann Trentäus wurde abgesetzt. Der Soester Magistrat führte 1625 unter dem Schutz seiner Soldaten gewaltsam wieder das Simultaneum in Welver ein und stellte die Verhältnisse von 1623 wieder her. (Der Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg verwahrte sich gegen die Übergriffe der Stadt Soest gegen das Kloster Welver bei der Besetzung der Pfarrstelle, jedoch  blieb Johann Trentäus bis 1627 im Amt.) Die Situation des Klosters änderte sich 1636-49 nach der Einnahme der Stadt Soest durch kaiserliche Truppen wieder zugunsten der katholischen Seite (Quelle: Gravamen Nr. 36 Grafschaft Mark a.a.O.). Unter diesen Bedingungen dürfte die Zahl der Nonnen rückläufig gewesen und auch eine geistige Erneuerung des Konvents im Sinne des Konzils von Trient (Gegenreformation) nicht zustande gekommen sein, denn es zerschlug sich wohl der Wunsch des Konvents, die Nonne Margaretha Favereo aus dem Kloster Himmelpforten, die zur Reform des Klosters Drolshagen abgeordnet war, als Äbtissin in Welver einzusetzen (Quelle: Leidinger, Himmelpforten WZ 121).

1649

Kirche, Pfarrhof, Küsterei, Pfarrvermögen und Einkünfte wurden 1649 durch die kurbrandenburgischen Räte (Steffen von Neuhoff, Amtmann in Altena, sowie Eberhard Zahn, Richter von Unna) in Gegenwart des Soester Magistrats in Besitz genommen und endgültig der evangelischen Gemeinde übereignet. Konvent und kirchliche Instanzen konnte diese Entwicklung sowie die Amtseinführung des lutherischen Pfarrers Albert Scheve nicht verhindern; damit hatte das Kloster seinen 100-jährigen Kampf um die Erhaltung der dem Kloster inkorporierten katholischen Pfarrei verloren.  Den Nonnen wurde nur die Nutzung der Kirchenempore zugestanden, während das untere Langhaus der protestantischen Gemeinde vorbehalten war. Die konfessionellen Spannungen zwischen Kloster bzw. dem Klostergeistlichen einerseits und und der Stadt Soest andererseits blieben noch weit ins 18.Jh. hinein bestehen. Der katholische Priester des Klosters (Beichtvater und bisheriger Pastor) durfte nur noch den Bewohnern innerhalb der Klosterimmunität die Sakramente spenden. Ihm war es unter Strafandrohnung verboten, für die wenigen katholisch gebliebenen Bewohner der Ortschaft Welver kirchliche Amtshandlungen (Taufen, Eheschließungen, kirchliche Beerdigungen usw.) vorzunehmen. Hierfür war St. Patroclus in Soest, die einzige katholische Pfarrei in der Börde, zuständig. Der Klostergeistliche hielt sich jedoch nicht an diese Beschränkungen; die unerlaubte Ausübung des "Jus Parochiale" war daher Gegenstand eines langen Streits bzw. nach 1705 eines Prozesses mit der klevisch-preussischen Regierung. Eine selbständige katholische Pfarrei entstand in Welver erst wieder 1807.
Die Äbtissin Anna von Schilling verzichtete 1650 aus Altersgründen auf ihr Amt zugunsten der Clara Adolpha von Schilling.

1672
Das Kloster erlebte nochmals unruhige Zeiten im "Holländischen Krieg" zur Zeit des Großen Kurfürsten, als französische Truppen in die brandenburgischen Provinzen in Westfalen eindrangen.

1685 - 1707
Zum Grundbesitz des Klosters gehörten 60 abgabepflichtige Höfe nach dem Bördekataster von 1685. Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung des Klosters nach dem 30-jährigen Krieg konnte die Klosteranlage unter der Äbtissin Maria Elisabeth von Aldendruck (1685–1706) neu errichtet werden. Die Baugestalt und die barocke Ausstattung des Neubaus von 1687 sowie die Gartenanlagen betonten den Überlebenswillen des Klosters, die katholische Tradition und den kirchlichen Führungsanspruch des Klosters in der Zeit des Absolutismus.
In den Jahren 1697-1701 wurde außerdem eine neue Klosterkirche unmittelbar neben der alten Kirche errichtet. Damit endete das Simultaneum. Die neue Kirche war vermutlich auch wegen der Baufälligkeit der alten Klosterkirche erforderlich, in der das Deckengewölbe entfernt und die Südwand des Kirchenschiffes 1697 erneuert werden mußten (Quelle: Ev. Kirchbauverein e.V. Welver, Baugeschichte der Klosterkirche). Die alte Klosterkirche wurde der protestantischen Gemeinde zur alleinigen Nutzung überlassen. Die Anordnung der Gebäude, die Nutzung der Räume und die Verbindung zur neuen Klosterkirche gehen aus einer zeichnerischen Darstellung der Klosteranlage von 1842 (Pfarrarchiv Welver) hervor. 1706 wurde Catharina Gertrud von Bischopinck zur Äbtissin gewählt.

1700 - 15
Die Umgestaltung der Klosteranlage und vor allem der Neubau der Kirche waren Anlaß eines langen Streits zwischen dem Kloster bzw. seinen Geistlichen und den protestantischen Pfarrern von Welver bzw. der Stadt Soest um die Ausübung kirchlicher Amtshandlungen ("jus parochiale").
Im Religionsrezess von 1671 war den Katholiken der Grafschaft Mark die Errichtung eigener Kirchen an 5 Standorten zugestanden worden (darunter in Ostönnen, jedoch nicht in Welver). Der Preussische König hatte 1705 die Stadt Soest aufgefordert, den Neubau einer katholischen Kirche in Ostönnen nicht zu behindern; gleichzeitig forderte er die Stadt auf, für die Abstellung der unzulässigen Amtsausübungen des Paters Huiskens aus dem Kloster Welver zu sorgen; Huiskens wurde schließlich mit 100 Goldgulden bestraft.
Die katholische Seite fühlte sich im Recht und berief sich auf die konfessionellen Verhältnisse des "Normaljahres" von 1624, auf den Religionsrezess von 1671 sowie die danach angeblich ungestörte Ausübung kirchlicher Amtshandlungen (Taufen, Heiraten usw.) durch den Klostergeistlichen auch außerhalb des Klosterbezirks. Die evangelische Seite vertrat die Auffassung, dass die Beichtväter der Nonnen in Welver keine "Parochiale" hätten und das Amt ohne Erlaubnis ausüben würden. Man behauptete, dass die neue Kirche wegen ihres geringen Abstands von der alten (jetzt evangelischen) Klosterkirche den Gottesdienst stören würde und das Kloster keine eigene Mittel für den Neubau der Kirche gehabt hätte, sondern dazu Einkünfte aus dem Pfarrvermögen verwenden würde. Der Neubau der Klosterkirche in Welver widerspräche dem Religionsrezess, da nur die katholische Kirche in Ostönnen vorgesehen wäre.
Die Klevische Landesregierung entschied 1710, dass es den Römisch-Katholischen zu Welver (und Dinker) unbenommen bliebe, sich beim nächstgelegenen katholischen Pastor in St.Patrocli in Soest proclamieren, copulieren und die Kinder taufen zu lassen. Sollten sie dies von einem lutherischen Prediger verlangen, sollte dies auch nicht verhindert werden. Dem katholischen Pastor von Soest wurde jedoch verboten, einen Vikar in Welver bzw. Dinker einzusetzen.
Im Appellationsverfahren des Klosters Welver gegen die Klevische Regierung (sowie auch gegen das ev.-lutherische Ministerium zu Soest und den lutherischen Prediger zu Welver) entschied 1715 jedoch der Preussische König Friedrich Wilhelm I. (1713-40), alles bei den 1710 angeordneten Maßnahmen wegen der vom Appellanten "zu Ungebühr ausgeübten Amtshandlungen" zu belassen; künftige Verstöße sollten untersucht und geahnden werden. Die gegen Huiskens verhängte die Strafe von 100 Goldgulden wurde erlassen (Quelle: Grafschaft Mark, Gravamina Nr. 36 a.a.O und Beilagen).

1715 - 40
Die Äbtissin übte auch für die evangelische Pfarrstelle bis 1712 das Kollationsrecht aus; bei der Besetzung dieser Stelle im Jahre 1728 wies der Magistrat der Stadt Soest die Ansprüche des Klosters jedoch zurück. Im Jahr 1724 lebten 15 Nonnen im Konvent.
Die konfessionellen Spannungen führten zu Streitigkeiten des Klosters mit den Pächtern der Klosterhöfe beim Erbwechsel und zu Beschwerden beim preussischen König, da das Kloster versuchte (ebenso das Kloster Paradiese), die protestantisch gewordenen Bauern von ihren Höfen zu verdrängen und durch katholische Pächter abzulösen. Der König anerkannte 1726 das Erbrecht der protestantischen Pächter und wies die Klevisch-Märkische Regierung an, die evangelischen Pächter zu schützen, da diese langjährige Rechte erworben hätten.
Den Klostergeistlichen wurde die Ausübung kirchlicher Amtshandlungen im Lauf der Zeit wieder zugestanden (z.B. Erstkommunion der Kinder in Welver).

1756
Das Kloster erlebte im siebenjährigen Krieg nochmals unruhige Zeiten und Bedrängnisse, da teilweise auch in Westfalen die Auseinandersetzungen zwischen den alliierten Mächten (Österreich, Russland und Frankreich) gegen Preußen im Bund mit England/Hannover ausgetragen wurden. Vor allem hatte die Landbevölkerung unter den Repressalien der Kriegsgegner zu leiden.
(Preussische Truppen mußten 1759 in ihren Winterquartieren in der Börde versorgt werden. Französische Truppen drangen durch das Fürstbistum Münster bis in die Paderborner Gegend vor. Die letzte bedeutende Schlacht des Siebenjährigen Kriegs auf westfälischem Boden fand 1761 bei Vellinghausen in der Nähe des Klosters statt.)

1780
Kontemplative Klöster galten in der Epoche der "Aufklärung" als unnütze Institutionen; durch die Verstaatlichung ihres Vermögen sollten insbesondere Reformen des Schul- und Sozialwesens finanziert werden. Trotz des liberalen Gedankengutes ließ die Äbtissin Anna Elisabeth von Twickel (1775-94) noch 1782 den Westflügel der Klosteranlage mit zusätzlichen Räumen für die Geistlichen und das Klosterarchiv erweitern (Quelle: Fidler a.a.O. S.86: Inschrift am heutigen Pfarrhaus). Die politische Entwicklung in Europa und das Ende des "Alten Reiches" (1806) führten jedoch erst 1809 endgültig zur Aufhebung des Klosters sowie zur Enteignung des klösterlichen Grundbesitzes.
Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 02.03.2017