Ter Hunnepe

Visitation / Geistliche Betreuung

Nach der Organisation der Zisterzienser (Charta caritatis) oblag die geistliche Betreuung eines Frauenklosters dem Abt eines nahegelegenen Mönchsklosters. Zu den Aufgaben des Vaterabts gehörten nach den Beschlüssen des Generalkapitels z.B. die jährliche Visitation, die Leitung der Äbtissinnenwahl, die Bestellung der Beichtväter und die Kontrolle der Wirtschaftsführung.

 

Das Kloster führt im Kamper Stammbaum

 

unter St. I die Bezeichnung: 

honepa vel horst sancte Marie prope dauentriam 1223

 

unter St. II die Bezeichnung:

S. Maria Horst dict. Honepel iuxta Daventriam 1223

 

 

Das Visitationsrecht stand hiernach dem Abt des Klosters Kamp zu. Die Kamper Chronik belegt dies insbesondere für das 15. Jahrhundert.

 

Das Zisterzienserinnenkoster Ter Hunnepe wurde 1579 protestantisch, so dass die Bezeichnung im Kamper Stammbaum unter St. II – S. Maria-Horst dict. Honepel iuxta Daventriam 1223 - unzutreffend ist, da die Klostergebäude zerstört waren, die Verwaltung des Klostervermögens in der Hand des Ritterschaftskonvents lag und die präbendierten Stiftsdamen nicht mehr in Gemeinschaft lebten.

Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 20.01.2016