Schledenhorst

Visitation / Geistliche Betreuung

Nach der Organisation der Zisterzienser (Charta caritatis) oblag die geistliche Betreuung eines Frauenklosters dem Abt eines nahegelegenen Mönchsklosters. Zu den Aufgaben des Vaterabts gehörten nach den Beschlüssen des Generalkapitels z.B. die jährliche Visitation, die Leitung der Äbtissinnenwahl, die Bestellung der Beichtväter und die Kontrolle der Wirtschaftsführung.

 

Das Kloster führt im Kamper Stammbaum

unter St.  I die Bezeichnung: Sledenhorst in ducatu cliuensi 1241

unter St. II die Bezeichnung: Sledenhorst prope Rhesam 1241

 

Dem Abt des Klosters Kamp oblag die geistliche Betreuung.

Die Intervention der Klever Grafen bei der Reform des Klosters in 1459 hatte nicht in erster Linie religiöse Gründe, sondern die Handhabung des „jus episcopale“ zum Ziel. Die Grafen betrachteten die Reform als innere Landesangelegenheit (vgl. Literatur: Dicks, S. 364-65, sowie Kloster Fürstenberg).

Nach dem Konzil von Trient (1542–63) galten Visitationen als geeignetes Mittel, die Durchführung der Konzilsbeschlüsse zu überwachen (z.B. Visitationskampagne im Erzstift Köln unter dem Erzbischof Salentin von Isenburg (1569) bzw. Visitationsreise des Generalabtes von Citeaux, Nicolaus Boucherat (1574). Der Generalabt visitierte die Zisterzienserklöster in der Diözese Köln und besuchte das Kloster Schledenhorst. Nach seinem Bericht war das Kloster im Sinne der tridentinischen Konzilsbeschlüsse gut reformiert.

 

 

 

Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 20.01.2016