Schledenhorst

Zeit nach der Aufhebung

1806 ff

Endgültige Aufhebung des Klosters am 11.8.1806. Die letzten Bewohner verließen das Kloster Schledenhorst.
Das Kloster mit dem Halfmannshof und den angrenzenden Grundstücken wurde verkauft. Die neuen Eigentümer ließen die Kirche und später die Gebäude abbrechen. Die an das Klosterareal angrenzenden Nachbarn erbauten aus dem Abbruchmaterial die noch vorhandene Kapelle Schledenhorst (Bild 2).
Die Kabinettorgel von etwa 1780 (Orgelbauer Johannes Stephanus Strumphler, Amsterdam) wurde 1806 von der niederländischen Gemeinde Doorneburg erworben, kam aber offensichtlich nach Haldern zurück, da Wilhelm Heyer (Köln) das Instrument 1899 von der evangelischen Gemeinde Haldern kaufte. Seit 1926 befindet sich die Orgel in Leipzig (Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig).

Die evangelische Gemeinde Haldern kaufte 1811 zwei Glocken aus dem Besitz des Klosters Schledenhorst vom französischen Staat zum Preis von 728 francs und 66 centimes. Die Glocken stammen aus den Jahren 1563 bzw. 1648; sie wurden während des 2.Weltkrieges beschlagnahmt und 1946 unbeschädigt nach Haldern zurückgeholt.



Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 20.01.2016