Roermond

Visitation / Geistliche Betreuung

Nach der Organisation der Zisterzienser (Charta caritatis) oblag die geistliche Betreuung eines Frauenklosters dem Abt eines nahegelegenen Mönchsklosters. Zu den Aufgaben des Vaterabts gehörten nach den Beschlüssen des Generalkapitels z.B. die jährliche Visitation, die Leitung der Äbtissinnenwahl, die Bestellung der Beichtväter und die Kontrolle der Wirtschaftsführung.

 

Das Kloster führt im Kamper Stammbaum

 

unter St. I die Bezeichnung: 

ad sanctam Mariam in Ruremonda in ducatu gelrensi 1218

 

unter St. II die Bezeichnung:

ad S. Mariam vulgo Munster in Ruremonda 1218

 

Der Abt des Klosters Kamp übte das Visitationsrecht aus.
Nach dem Konzil von Trient (1542 – 63) visitierte der Generalabt von Citeaux, Nicolaus Boucherat, die Zisterzienserklöster in der Diözese Lüttich und Köln. Er besuchte das Kloster Roermond am 25.8.1574. Nach seinem Bericht war das Kloster im Sinne der tridentinischen Konzilsbeschlüsse gut reformiert. 

 

Das Visitationsrecht lag seit Mitte des 17. Jahrhunderts beim Kloster Valdieu (etwa 4 km westlich des Ortes Aubel zwischen Aachen und Lüttich).

Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 20.01.2016