Mariengarten

Zeit nach der Aufhebung

1802

Das Kloster Mariengarten wurde aufgrund eines französischen Konsularbeschlusses im Juni 1802 aufgehoben und das Klostervermögen dem Staat übertragen. Die Klosterbewohner (neun Nonnen und zwei Konversinnen) unterschrieben am 6.9.1802 den Aufhebungsvertrag, sie verließen am 16.9. das Kloster und erhielten für ihren Lebensunterhalt nur geringe Pensionen.

 

1805

Der französische Staat veräußerte die Klosterimmobilien an wohlhabende Bürger. Klosterkirche und -gebäude wurden an den Kölner Gewürzhändler Johann Eberhard Henner verkauft, der zu einer kleinen Gruppe von Kaufleuten bzw. Handwerkern gehörte, die im großen Stil Maklergeschäfte betrieben und für ihre Auftraggeber die aus dem geistlichen Besitz stammenden Immobilienobjekte ersteigerten. Man ließ 1805 die Klosterkirche abreißen. Henner vermietete die Gebäude u.a. an den Brantweinbrenner Laurentius Ossendorf. Henner kaufte auch die Gebäude des Klosters Benden, dessen Hauptgebäude er zu seinem Landsitz ausbauen ließ.
Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 18.04.2018