Marienborn (Coesfeld)

Zeit nach der Aufhebung

1803
Nach der Auflösung des Fürstbistums Münster 1803 gelangte das bisherige Amt Horstmar in den Besitz des Wild- und Rheingrafen von Salm-Grumbach als Ersatz für an Frankreich abgetretene linksrheinische Gebiete. Kloster Marienborn wurde aufgehoben. Die kirchlichen Güter kamen in den Besitz des Rheingrafen, der die Klostergebäude als Wohngebäude einrichtete und dort bis 1810 wohnte.  Die Nonnen fanden Unterkunft im ehemaligen Beginenhaus Stoltering in Coesfeld.
Nach dem Ende der französischen Herrschaft übernam Preußen 1815 die Grafschaft Horstmar.


1827-28
Die Regierung kaufte das frühere Zisterzienserinnenkloster Marienborn und stellte es nach weiteren Aus- und Umbaumaßnahmen insbesondere für eine Aula und Dienstwohnungen für den Lehrkörper dem bisherigen Progymnasium (ehem. Jesuitengymnasium Nepomucenum) als Schulgebäude zur Verfügung; das Progymnasium wurde 1828 zum Vollgymnasium (nunmehr "Königlich-Preußisches Gymnasium") erhoben. Dieser Zustand blieb bis 1914.

1914
Teile des alten Klosters wurden abgerissen und an dieser Stelle zwischen 1914 und 1917 ein Neubau des Gymnasiums (Bild 2: rechte Bildhälfte) errichtet bzw. angebaut. In der Folgezeit wurden Räume des Neubaus für das preussische Finanzamt (bis 1924), später auch für Schulungszwecke des  öffentlichen Dienstes oder für die damalige gymnasiale Jugendbewegung ND,  ab 1933 auch für die  NS-Jugenbewegung benutzt. 




Marienborn-altesGymnasium.gif

Bild 2: Das alte Gymnasialgebäude


1936
Die letzten vorhandenen Klostergebäude wurden abgebrochen.
Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 20.01.2016