Leeden

Visitation / Geistliche Betreuung

Nach der Organisation der Zisterzienser (Charta caritatis) oblag die geistliche Betreuung eines Frauenklosters dem Abt eines nahegelegenen Mönchsklosters. Zu den Aufgaben des Vaterabts gehörten nach den Beschlüssen des Generalkapitels z.B. die jährliche Visitation, die Leitung der Äbtissinnenwahl, die Bestellung der Beichtväter und die Kontrolle der Wirtschaftsführung.

 

Der Kamper Stammbaum unter St. I und St. II enthält für Leeden keine Angaben.

 

Leeden unterstand anfangs der Disziplinargewalt des Bischofs von Osnabrück bzw. diözesanen Instanzen und wurde nach einer Reform erst 1491 durch den dazu autorisierten Abt von Kamp, Heinrich von Kalkar (1483-99),  in den Orden aufgenommen.

M. Dicks (S. 675 a.a.O.) bezeichnet Leeden zwar als ein Kloster, das der Abtei Kamp „unterworfen“ war. Es läßt sich aber nicht mehr feststellen, welchem Männerkloster  Leeden tatsächlich bis zur Klosteraufhebung unterstellt war.

 


Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 02.02.2016