Duissern

Zeit nach der Aufhebung

1806
Die Aufhebung des Klosters erfolgte 1806 auf Beschluß des Großherzogtums Berg. Der verstaatlichte Klosterbesitz wurde hauptsächlich von den früheren Pächtern aufgekauft. Kultgegenstände wurden mit Zustimmung der herzoglichen Regierung in Düsseldorf an die „bedürftigen“ Kirchen in Kettwig und Holten (Oberhausen-Holten) abgegeben.
Der Grundriss des Gartens, des Hofes, der Wirtschafts- und Wohngebäude des Duissernschen adligen Damenstiftes wurde im August 1806 im Rahmen der Bestandsaufnahme angefertigt (Bild 4; Quelle: Averdunk, Stadtgeschichte S.130). Es wurden Nutzungspläne für die Klostergebäude erwogen, z.B. Einrichtung einer neuen Anatomie bzw. Bibliothek für die damalige Universität Duisburg. Die Pläne wurden nicht ausgeführt, weil die staatlichen Institutionen in dieser Zeit eine Entscheidung über den Fortbestand der dann 1818 aufgelösten Universität nicht trafen. 

Die Textilfirma Momm pachtete die Gebäude und richtete eine Wollspinnerei ein, die aber die Produktion nicht aufnahm.
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Bild 4: Kloster Duissen, Aufnahme der Gebäude 1806

1807

Die kath. Gemeinde bemühte sich erfolglos, eine Schule in den leerstehenden Gebäuden einzurichten.

 

1809

Sämtliche Klostergebäude standen leer.

 

1811

Die kath. Gemeinde richtete in einem Teil der Gebäude eine Schule ein, ein weiterer Teil wurde von der Stadt Duisburg für die Einrichtung einer Polizeikaserne angekauft.
In den Folgejahren bis 1845 wechselte mehrfach der Eigentümer.

 

1845

Ludwig Emmerich, der Inhaber der im Jahre 1823 gegründete privaten höheren Mädchenschule, kaufte das Haus. Die Schule existierte bis zu ihrer Auflösung 1884 wegen der Gründung einer städtischen "Höheren Töchterschule" in Duisburg.

 

1884 – 1906

Der Gebäudekomlex wurde als Wohnhaus benutzt.

 

1906

Das Dreigiebelhaus wurde von der Textilfirma Ludwig Esch erworben.

 

1961

Die Stadt Duisburg erwarb das Dreigiebelhaus und sanierte es im Jahre 1976.

Redakteur: H.Dickmann - Aktualisierung: 20.01.2016